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Das besondere Profil

Komm mit

Seit dem Schuljahr 2009/2010 gehört das GA zu den Schulen, die sich der Initiative „Komm-mit. Fördern statt Sitzenbleiben“ angeschlossen haben. Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative des Schulministeriums und Vertretern von Lehrerorganisationen in NRW mit dem Ziel, die Sitzenbleiberquote in den Jahrgängen 7-9 schrittweise zu reduzieren. Die Senkung der Sitzenbleiberquote soll durch wirksame Fördermaßnahmen sowie optimierte Bedingungen für individuelle Förderung, nicht durch Absenkung des Leistungsniveaus erreicht werden.

 

Was heißt das konkret?

 

Die Schulen werden bei der Verwirklichung ihres Ziels durch begleitende Maßnahmen unterstützt:

  • Es finden regelmäßige Kooperationstagungen statt.
  • Fortbildungen zu Themenbereichen der Förderung mit Beispielen aus anderen Schulen bzw. Schulformen geben Anregungen zur Umsetzung in der eigenen Schule.
  • Die Initiative wird wissenschaftlich begleitet von der Universität Koblenz-Landau.

 

Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt in der Regel dadurch, dass Kenndaten zur Ausgangslage in der Schule erhoben werden:

  • Statistik der Schulen zu den Sitzenbleibern in den Jahrgangsstufen 7-9.
  • Darstellung der schulischen Maßnahmen zur Förderung der Schülerinnen und Schüler.

 

Diese Daten werden ausgewertet, im Vergleich mit anderen Gymnasien analysiert und an die Schulen mit Vergleichsdaten rückgemeldet.

 

Wo steht das GA?

 

Für das Schuljahr 2008/2009 konnte festgestellt werden, dass die Sitzenbleiberquote im Vergleich mit anderen Gymnasien noch etwas über dem Durchschnitt lag (um die 5% im Vergleich zu 2-3% bei anderen Gymnasien). Ein Schwerpunkt lag in der Jahrgangsstufe 8. Ein Grund lässt sich darin vermuten, dass für diese Jahrgangsstufe in dem Schuljahr keine Fördermaßnahmen der Schule stattgefunden haben.

Bereits im darauffolgenden Schuljahr 2009/2010 konnte die Wiederholerquote allerdings deutlich von 5% auf 2% gesenkt werden. Damit ordnet sich das GA in die Kohorte der meisten Gymnasien ein. Auch in der Jahrgangsstufe 8 konnte ein deutlicher Rückgang der Sitzenbleiber festgestellt werden.

Während in den Fächern der Gruppe II (so genannte Nebenfächer) nur wenige Minderleistungen auftauchten, wurden in Fächern der Gruppe I („Hauptfächer“) in den Jahrgangsstufen 7-9 vermehrt Minderleistungen gesetzt, vor allem in Mathematik, der zweiten Fremdsprache (Latein/Französisch) und Englisch.

Unsere Schule versucht, durch gezielte Fördermaßnahmen auftauchenden Minderleistungen der Schülerinnen und Schüler entgegenzuwirken. An erster Stelle steht der individuelle Förderunterricht, der für fast alle Fächer – je nach personellen und finanziellen Ressourcen – der Gruppe I bei einer bestimmten Anzahl von Schülerinnen und Schüler (in der Regel mindestens 8 Teilnehmer) eingerichtet wird. Dazu kommen die Hausaufgabenbetreuung, die Ergänzungsstunden und Methodentage zum Lernen lernen.

 

 

Ausblick

 

Das GA strebt weiterhin an, die Sitzenbleiberquote durch die genannten Fördermaßnahmen zu senken bzw. bei dem momentanen Durchschnittswert zu bleiben. Als weiteres Angebot an die Schülerinnen und Schüler soll für das Schuljahr 2012/2013 das so genannte Lerncoaching eingeführt werden. Es geht dabei nicht so sehr um fachliche Kenntnisse, sondern viel mehr um ganzheitliche Lernstrategien, um eine Passung zwischen Lerngegenstand und Lernendem herzustellen.

Kontinuierliche Weiterentwicklung des Schulprogramms

Ein Schulprogramm unterliegt dem Prozess der kontinuierlichen Erneuerung. Auf der einen Seite werden neue Bausteine hinzugefügt, auf der anderen Seite gibt es auf Grund von Gesetzesänderungen, Empfehlungen und Evaluationen immer wieder Veränderungen und neue Aktualisierungen bestehender Schulprogrammteile. Dazu tragen die Schüler/innen über die SV, die Pflegschaftsvorsitzenden über die Schulpflegschaftsvorsitzenden sowie die Lehrkräfte in den verschiedenen Koordinationsbereichen und Aufgabenfeldern bei. Dieser gemeinsame Kommunikationsprozess wird unter Führung der Schulleitung gestaltet.

 

In der letzten Lehrerkonferenz und in der letzten Schulkonferenz in einem Schuljahr werden in einem gemeinsamen Kommunikationsprozess die Entwicklungsziele und offenen Aufgaben für das nächste Schuljahr bzw. die nächsten Schuljahre erörtert und festgelegt. Die jeweiligen Arbeitsschwerpunkte werden auf der Homepage veröffentlicht und auf den zentralen Informationsveranstaltungen für jede Jahrgangsstufe erläutert.

 

Die Schulleitung

 

 

Musizierende Kinder und Jugendliche

Die Orchesterklasse (üblicherweise die 5c) ist eine ganz normale Klasse. Für die Schüler der Orchesterklasse besteht allerdings ein ganz besonderes AG-Angebot: Sie haben die Möglichkeit für die Dauer von zwei Jahren ein Streichinstrument neu zu erlernen. Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Das gemeinsame Musizieren bietet viele Vorteile:

  • Ein Instrument in der Gruppe zu erlernen macht mehr Spaß.
  • Die Schüler lernen sich besser kennen, finden schneller Freunde.
  • Sie erleben das Gefühl gemeinsam etwas erreichen zu können.
  • Gruppenunterricht ist billiger (-> „Das Kleingedruckte“).
  • Das Kind muss nicht nach Schulschluss noch einmal in die Musikschule.


Eine sechsjährige Langzeitstudie an Berliner Grundschulen mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren hat wissenschaftlich  belegt, dass musizierende Kinder und Jugendliche ihr Sozialverhalten verbessern, ihren IQ-Wert erhöhen, gute schulische Leistungen erbringen, Konzentrationsschwächen kompensieren u. a. m. Der Leiter der Studie, Prof. Hans Günter Bastian fordert daher: „Alle Schüler der allgemein bildenden Schule bekommen in allen Bundesländern einen mindestens zweistündigen Musikunterricht und die Chance, in der Schule ein Instrument zu erlernen und in einem Ensemble zu musizieren.“
In der Orchesterklasse wird diese Forderungen verwirklicht.

Ansgar Dortschy, Koordination Orchesterklasse

Europaschule

Das Projekt Europaschule

Comenius-Vertrag

Die Schulleitungen der drei oben genannten Schulen beschließen eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit:

  • kleines“ Comenius-Europaschul-Projekt
  • Comenius-Projekt 2013
  • Zum Thema: Study about pulish community in “Ruhrgebiet” an “Nord-Pas de Calais”
  • Fortsetzung und Vertiefung der gegenseitigen Austauschprojekte
  • Unterstützung des Auslandspraktikums

Zeitrahmen:

2012

September:

- Schüleraustausch Polen – Deutschland

- Besuch Schulleiter / Lehrer Frankreich - Polen

November:

- Schüleraustausch Frankreich - Deutschland

„Schnupper-Reise“ Jahrgangsstufe 8 (3 Tage)

- Rückbesuch aus Douai in Lünen

- Fertigstellung „kleines Comenius-Projekt“

- Besuch Schulleiter / Lehrer Polen – Frankreich

2013

Februar:

- gegenseitiges Auslandspraktikum Frankreich – Deutschland

- Bewerbung Comenius-Projekt

Mai:

- Schüleraustausch Polen – Frankreich

 

 

gez.

Mr. Guy-Michel Mahieu

    gez.

    Mr. Robert Wietrzyk

gez.

Mr. Dr. Norbert Ingler

 

Lünen liegt in Nordrhein-Westfalen. Lünen liegt im Ruhrgebiet. Lünen liegt somit mitten in Europa. Und zwar genau in der Region, in der der europäische Gedanke schon seit Jahrzehnten mit Leben gefüllt wird. Hier bei uns im Ruhrgebiet ist es selbstverständlich, europäische Freunde zu begrüßen und mit ihnen zusammen zu arbeiten und zu leben. Das hat eine lange Tradition.

Dies ist nur ein Grund dafür, dass es auch an unserem Lüner Gymnasium in Altlünen eine Selbstverständlichkeit ist, den europäischen Gedanken weiter zu entwickeln, ihn zu fördern und ihn mit Leben zu erfüllen.

Und um diese Bemühungen um das europäische Miteinander auch offiziell zu unterstreichen, macht sich das Gymnasium Lünen-Altlünen auf, das Siegel einer Europa-Schule zu erhalten. Unsere vielfältigen Aktivitäten, die in vielen Fällen schon seit mehreren Jahren vom Kollegium und den Schülerinnen und Schülern des GA engagiert durchgeführt werden, werden im Folgenden vorgestellt:

 

  • Das erweiterte Fremdsprachenangebot

Seit dem letzten Schuljahr sind wir in der glücklichen Lage ein weiteres sprachliches Unterrichtsfach in unserem Fächerkanon anzubieten. Mit Spanisch konnte unser Fremd-sprachenangebot um eine weitere lebendige, europäische Sprache erweitert werden. Somit ist ein Angebot gegeben, das über das in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen vorgeschriebene Maß hinaus geht.

Neben Kursen in der Oberstufe findet ein Spanisch-AG statt, die auch jüngere Schüle-rinnen und Schüler für das neue Fach begeistern soll.

 

  • Der bilinguale Zweig

Bereits seit 1990 wird immer mindestens eine Eingangsklasse am GA als bilinguale Klasse (Englisch/Deutsch) eingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse haben die Möglichkeit eine bilinguales Abitur mit Zertifikat abzulegen. Ein solches Abitur erlaubt die Studienaufnahme in einer Reihe von europäischen Ländern und kann Vorteile bei vielen Bewerbungen mit sich bringen.

 


Die Sachfächer Politik/Wirtschaft, Geschichte und Erdkunde werden dabei in verschiedenen Jahrgangsstufen bilingual Englisch/Deutsch unterrichtet. Fest eingebettet in das bilinguale Angebot der Schule ist für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 ein einwöchiger Aufenthalt in England. Hauptziel ist dort die Vertiefung und Anwendung der im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse.

 

  • Internationale Projekte

In diesem Frühjahr noch wird auf Schulleiterebene ein vorbereitendes Treffen für ein gemeinsames Comenius-Projekt stattfinden. Die Schulleiter unserer Partnerschulen in Bogacica (Polen) und Douai (Frankreich) haben sich bereit erklärt, an einem gemeinsamen Projekt zum Strukturwandel alter Kohleabbau-Regionen teilzunehmen. Dazu wurde von allen drei teilnehmenden Schulen bereits eine Erklärung unterschrieben und eine Aufnahme in ein gefördertes Comenius-Projekt wird beantragt.

 

  • Austauschprogramm

Seit Jahrzehnten bereits findet ein jährliches Schüler-Austauschprogramm an unserer Schule statt. Gewachsene Beziehungen zu unseren Partnerschulen in den Niederlanden, in Polen, in Frankreich, in Bulgarien sowie in Dänemark und Schweden sorgen dafür, dass in jedem Jahr die gesamte Jahrgangsstufe 9 ins europäische Ausland aufbricht, um andere Lebensweisen und Mentalitäten kennenzulernen und Freundschaften aufzubauen.
In
diesem Jahr (2012) werden Austauschfahrten in die Niederlande, nach Polen, nach Bulgarien und nach Frankreich stattfinden.


Zusätzlich zu diesem obligatorischen Austausch der Neuntklässler haben unsere Oberstufenschüler seit nunmehr drei Jahren die Chance freiwillig an einem Austausch mit einer Schule in Rambouillet (Frankreich) teilzunehmen. Ein jeweils einwöchiger Aufenthalt unserer Schülerinnen und Schüler in Frankreich, sowie ein einwöchiger Aufenthalt der französischen Gäste in Lünen sind fester Bestandteil des Konzepts. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler jeweils in Gastfamilien untergebracht.

 

  • Europäische/Internationale Wettbewerbe

Seit Jahren schon nimmt unsere Schule immer wieder an Wettbewerben teil, die zunächst ihre Sieger auf Bundesebene suchen, dann aber auf europäischer Ebene weitergeführt werden. So ist es fester Bestandteil unseres Mathematik-Curriculums an der Mathematik-Olympiade teilzunehmen, ebenso nimmt die Informatik und Mathematik-Fachschaft immer am Biber-Wettbewerb teil.

Zudem ist auch die Teilnahme an rein europäisch orientierten, internationalen Wettbewerben eine Tradition an unserer Schule. So haben Schülergruppen der Mittelstufe im Januar 2012 an einem Kooperationsprojekt im Rahmen des Deutsch-Französischen Tages teilgenommen und Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 nehmen am europäischen „Big Challenge“-Wettbewerb des Faches Englisch teil.

 

  • Europäische Praktika

In diesem Jahr ist es gelungen, das insgesamt acht Schülerinnen und Schüler ihr Berufswahlpraktikum in der Jahrgangsstufe 11 bzw. 12 in Frankreich absolvieren konnten. In den verschiedensten Bereichen des Berufsalltags (siehe Anlage) wurden die Schülerinnen und Schüler von unserer Partnerschule in Douai aufgenommen und an die entsprechenden Praktikumsstellen vermittelt. Während des insgesamt zweiwöchigen Aufenthalts in Frankreich wurden die Schülerinnen und Schüler von zwei Französisch-Lehrerinnen unserer Schule für jeweils eine Woche begleitet und betreut.
Durch eine vertragliche Fixierung ist ein Fortführung dieser internationalen Praktikumsaufenthalte auch für die kommenden Jahre gesichert.

 

  • Unterrichtliche Anbindung von Europa

In vielen Fächern haben sich die Fachschaften dafür entschieden, das Thema Europa mit in das schulinterne Curriculum aufzunehmen, obwohl auch andere Themen laut Richtlinien bzw. Kernlehrplan hätten gewählt werden können.

So finden wir in fast allen Jahrgangsstufen, in denen das Fach Geschichte unterrichtet wird, den klar thematischen Bezug zu Europa. Man kann sagen, dass das Fach Geschichte an unserer Schule einen deutlichen Schwerpunkt auf die europäische Geschichte legt.

Das gleiche Bild herrscht im Fach Politik/Wirtschaft. Hier wird ganz bewusst vor dem Übertritt in die Jahrgangsstufe 10 (Oberstufe) noch einmal die „Europäische Union“ als fester Bestandteil des Curriculums thematisiert. Keiner unserer Schüler soll, selbst wenn er in der Oberstufe „nur“ einen Zusatzkurs in Sozialwissenschaften belegt, das Gymnasium verlassen, ohne die Grundzüge des Aufbaus, der Ziele und der Zukunft der Europäischen Union bearbeitet und erörtert zu haben.

Im Fach Erdkunde ist ein Großteil der Jahrgangsstufe 9 allein dem Schwerpunkt Europa gewidmet. Der Wandel wirtschaftsräumlicher und politischer Strukturen unter dem Einfluss der Globalisierung wird thematisiert und so optimal mit dem Projektthema vernetzt. Das Zusammenwachsen Europas ist ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtsreihen. Zudem werden auch im Oberstufen-Curriculum über das Maß der Vorgaben für das Zentralabitur hinaus europäische Themen in den Vordergrund gestellt. Ein Schwerpunkt sind dabei die Euroregionen und die Überwindung von Disparitäten in einem grenzüberschreitendem Raum.

 

  • Ausrichtung des SchulprogrammsProfil Europaschule


Innerhalb
des Schulprogramms (vgl. auf der Homepage: www.gymnasium-altluenen.de) wird unter dem PunktProjekt Europaschulediese Ausrichtung unseres Schulprogramms verdeutlicht. Die Benennung Projekt hat dabei allein den Grund, dass eine mögliche Zertifizierung zur Europa-Schule bisher noch nicht stattgefunden hat, aber die gesamte Schulgemeinde einer positiven Entscheidung sehr optimistisch entgegen sieht.

In allen schulischen Gremien herrscht eine große Zustimmung zur Ausrichtung des Schulprofils als Europaschule. Dies bezieht sich nicht nur auf die curriculare Ausrichtung der Fächer, sondern auch auf die Schulkultur. Als weiteres Profilmerkmal engagieren wir uns als „Komm-Mit-Schule“ im Rahmen einer Initiative des Schulministeriums besonders im Bereich der individuellen Förderung.

Ein Europabeauftragter des Lehrerkollegiums ist beauftragt worden und ein Europa-Team aus Schülern, Eltern und Lehrkräften ist im Aufbau. Diese Team soll in einem ersten Schritt Kontakte zur „Europa-Union“, zum Europaabgeordneten der Region und zu den Brüsseler Institutionen aufnehmen. Die entsprechenden Konferenzbeschlüsse der Lehrer- bzw. Schulkonferenz liegen vor.

 

  • Evaluationen

     

An unserem Gymnasium ist eine Funktionsstelle für den Bereich Evaluation und Controlling vergeben. Dort laufen alle Evaluationsvorhaben zusammen. Alle hier genannten Projekte sollen in regelmäßigen Abständen evaluiert werden. Als erste rein auf das Projekt Europaschule ausgerichtete Evaluation wird derzeit das erste Auslandspraktikum unserer Schülerinnen und Schüler in Douai (Frankreich) evaluiert.

 

  • Evaluation Auslandspraktikum

 

Evaluation Auslandspraktikum

DELF am Gymnasium Lünen-Altlünen

 

 

Das DELF-Programm (Diplôme d'Etudes en langue française) beschreibt ein Zertifizierungsprogramm für die Französische Sprache, bestehend aus vier vollkommen unabhängigen Einheiten. Weltweit gibt es in 154 verschiedenen Ländern (auch in Frankreich) insgesamt 900 anerkannte Prüfungszentren. Alle Diplome tragen das Siegel des Ministère de l'Education Nationale.

Die sechs Einheiten stimmen seit der Reform mit dem Referenzrahmen des Europarats und des europäischen Sprachenportfolios überein.

Die Prüfungen können bei Nichtbestehen beliebig oft wiederholt werden. Bestandene Prüfungen können nur wiederholt werden, wenn der Kandidat vorher schriftlich auf das bereits erworbene Diplom verzichtet. Dieser Verzicht ist unwiderruflich.

Das DELF besteht aus vier Einheiten; die Vorbereitung auf drei dieser Einheiten werden in unserer Schule angeboten (A1 / A2 / B1). Die Vorbereitungskurse beginnen immer Ende November und finden einmal pro Woche statt. Die eigentliche Prüfung wird von den Schülern im Mai des darauffolgenden Jahres absolviert. Darüber hinaus integriert die Fachschaft Französisch kontinuierlich DELF – Aufgaben in den Französischunterricht, sodass eine zusätzliche Vorbereitung garantiert ist.

Die Einheiten A1 / A2 /B1:

A1:

A1 ist das elementare Niveau und deshalb für Spracheinsteiger geeignet. Der Inhaber eines solchen Diploms kann über sich selbst und seine nähere Umwelt sprechen.

Die Prüfung besteht aus folgenden Teilen:

  • Hörverstehen: Kurze Situationen (3 Minuten) aus dem Alltag werden zweimal abgespielt. Anschließend müssen Fragen beantwortet werden.
  • Leseverstehen: Auch hier werden Dinge aus dem Alltag in drei bis fünf Dokumenten behandelt und anschließend sind Fragen zu beantworten.
  • Schreiben: Ausfüllen eines Formulars, Schreiben von einfachen Texten wie z.B. Postkarten
  • Sprechen: Durch den Prüfungsexperten geführtes Gespräch, simulierter Dialog

Der kollektive Prüfungsteil dauert insgesamt ca. 80 Minuten. Dazu kommt die mündliche Prüfung (einzeln, 10 Minuten Vorbereitung und 5-7 Minuten Prüfung). Pro Disziplin können 25 Punkte erzielt werden. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn insgesamt mindestens 50 von 100 und in keinem Teil weniger als 5 Punkte erzielt wurden.

 

A2 :

 

Das DELF A2 bescheinigt dem Prüfling bereits fortgeschrittene Fähigkeiten. Der Teilnehmer wird hier als Teil der Gesellschaft betrachtet. Folglich muss er Dinge wie die Höflichkeitsform und das Führen einfacher Gespräche beherrschen.

Die Prüfung besteht aus folgenden Teilen:

  • Hörverstehen: wie bei A1, aber der Text dauert ca. 5 Minuten
  • Leseverstehen: wie bei A1
  • Schreiben: Verfassen von zwei Texten; einer kurzen Beschreibung (über ein Ereignis oder eine persönliche Erfahrung) sowie eines informellen Briefs (Einladung, Dankes- oder Entschuldigungsbrief, Auskunft, Information etc.)
  • Sprechen: wie bei A1

Hier dauert die kollektive Prüfung ca. 100 Minuten und die mündliche besteht aus 10 Minuten Vorbereitung plus 6-8 Minuten eigentlicher Prüfung. Die Bedingungen sind gleich wie bei A1.

Während das DELF A1 bereits mit dem im Französischunterricht erworbenen Kenntnisstand von mindestens 2 Jahren abgelegt werden kann, ist zum erfolgreichen Absolvieren des Prüfungsumfangs für das DELF A2 der Kenntnisstand von 3 bis 4 Lernjahren nützlich.

B1:

Mit B1 erreicht der Kandidat das unabhängige Niveau. Er kann einer Diskussion folgen und an ihr teilnehmen, er drückt seine eigene Meinung aus und kann auf überraschende Alltagssituationen reagieren. Flexible und versierte sprachliche Äußerungen gehören hier bereits zum Wortschatz des Diplomanden.

Die Prüfung besteht aus folgenden Teilen:

  • Hörverstehen: wie bei A1, aber der Text dauert nun 6 Minuten
  • Leseverstehen: Informationen bezogen auf eine gegebene Aufgabe aus einem Text herauslesen sowie einen Zeitungsartikel o.ä. analysieren
  • Schreiben: Kurzaufsatz, in dem man seine eigene Meinung zu einem gegebenen Thema darlegt
  • Sprechen: wie bei A2, aber zusätzlich auch das Darlegen seiner eigenen Meinung bezogen auf einen vorher völlig unbekannten Artikel oder ein Ereignis.

Die Prüfungsdauer (kollektiv) beträgt ca. 105 Minuten. Der mündliche Teil sieht 10 Minuten Vorbereitungszeit, gefolgt von 15 Minuten Prüfung vor. Die Bedingungen bleiben unverändert.