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Gemeinsam am GA - Individuelle Förderung

Der Vielfalt der Schülerinnen und Schüler im Bereich Leistung, Motivation, Interesse etc. soll am Gymnasium Altlünen in einer möglichst effektiven Passung von Lernvoraussetzungen und Lernangeboten begegnet werden. Ausgangspunkt für eine verstandene individuelle Förderung ist das individuelle Lernen aller am Lernprozess Beteiligten.

Die Implementation Individueller Förderung vollzieht sich am GA in verschiedenen schulischen Handlungsfeldern:

Umgang mit Vielfalt Schulleben/Schulklima Unterrichtsqualität
Förder-Forder-Konzept
AG-Angebote
Leitbild
Soziales Lernen
Streitschlichter
Hausaufgabenbetreuung
Austausch
Mentoren
Schulsanitätsdienst
Verkehrserziehung
kollegiale Zusammenarbeit und Hospitation in Jahrgangs- und Fachteams
Lehrerfortbildung
Qualitätsanalyse
Schüleraktivierung Leistung außerschulische Kooperationen
 im Unterricht Drehtürmodell
Projekt Methodenlernen
Ergänzungsstunden
Projekte und Wettbewerbe
Bilingual
DELF
Berufswahlvorbereitung
Lernpartnerschaft Musikschule
Schulpartnerschaft Aurubis
Schulpartnerschaft Sparkasse
Schulpartnerschaft Caterpillar

Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Begabungen und Interessen herauszufordern, ihr Potenzial umfassend zu entwickeln und sie zugleich in ihren persönlichen Lernkompetenzen durch geeignete Maßnahmen zu fördern ist das Ziel unserer gemeinsamen Arbeit.

Ein solches Verständnis Individueller Förderung fokussiert demnach auf alle Schülerinnen und Schüler des GA.


Fördermaßnahmen am Gymnasium Lünen-Altlünen im Detail

GA Fuchs
Mit dem Schuljahr 2019/2020 startet am Gymnasium Altlünen ein neues Förder-Forder-Konzept für die Jahrgangsstufen 5 und 6. Dieses Konzept trägt der individuellen Förderung im Regelunterricht zielgruppen-übergreifend für alle Kinder Rechnung.

Zunächst werden die Schülerinnen und Schüler im ersten Quartal des Schuljahres in einer wöchentlichen Doppelstunde, die für alle Klassen der Jahrgangsstufen 5 zur gleichen Zeit stattfindet, im Klassenverband von einem Klassenlehrer/einer Klassenlehrerin unterrichtet. Der Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit liegt in dieser Zeit auf dem sog. Lions-Quest-Programm.
Für weitere mögliche Instrumente Individueller Förderung im laufenden Schuljahr bedarf es der Identifikation für die gezielte Passung der ab dem 3. Quartal stattfindenden Lernangebote (Förderbänder in den Kernfächern Mathe, Deutsch und Englisch bzw. Forderangebote). Daher dient der anfänglich im Klassenverband stattfindende Unterricht auch zur Feststellung des Förder-Forderbedarfs durch prozessorientierte Verfahren (z.B. Unterrichtsbeobachtung).

Ab dem 3. Quartal des laufenden Schuljahres startet die jahrgangsübergreifende individuelle Förderung der 5.-Klässler.

Lernkompetenzfördernde Maßnahmen in den Kernfächern Mathe, Deutsch und Englisch finden als sog. Förderbänder statt. Über die Teilnahme am Förderband entscheidet die Fachlehrkraft unter Rücksprache mit dem Klassenleitungsteam. Die Schülerinnen und Schüler erhalten je nach Förderbedarf ergänzende Materialien, die sie durch Unterstützung der jeweiligen Fachlehrkraft bearbeiten, um ihre Defizite aufzuarbeiten.

Schülerinnen und Schüler ohne Unterstützungsbedarf können ihr Potenzial zeitgleich in fächerübergreifenden Lernangeboten ausschöpfen. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich frei in der Wahl der zur Verfügung stehenden Angebote, wobei einige Angebote einen mehrwöchigen zeitlichen Rahmen einnehmen.

Alle besuchten Angebote dokumentieren die Schülerinnen und Schüler in einem Portfolio mit Laufzettel. So ist eine kontinuierliche Prozessdokumentation gewährleistet und in diesem Zusammenhang mit der pädagogischen Diagnostik eng gekoppelt.

Das Förder-Forder-Konzept ist insofern durchlässig, als dass Schülerinnen und Schüler je nach individuellem Förderbedarf zwischen dem Förderband und den Forderangeboten wechseln können. Dies geschieht aber stets in Absprache zwischen der Fachlehrkraft und den entsprechenden Klassenleiterteams.

Zeitlich eingerahmt werden die Förder- und Forderangebote jeweils um die dann wieder im Klassenverband sukzessiv aufbauendenden weiteren Lions-Quest-Stunden bzw. Stunden zur Medienerziehung.

Die Struktur des Förder-Forder-Konzeptes stellt sich schematisch wie folgt dar:

Konzept GA


Drehtürmodell

Bei diesem Modell nehmen Schülerinnen und Schüler, die hervorragende Leistungen in einem Unterrichtsfach zeigen, in eben diesem Fach an zusätzlichen Projekten teil, die sie sich zum größten Teil – ihren Interessen entsprechend – allein ausgesucht haben. Diese Schülerinnen und Schüler verlassen ihren Fachunterricht, um an ihren Projekten zu arbeiten. Zusätzliche Arbeitszeiten investieren sie im Nachmittagsbereich. Hierzu steht das Selbstlernzentrum zur Verfügung. Den versäumten Unterrichtsstoff arbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstständig nach.
Alternativ besteht für sie die Möglichkeit, am Fachunterricht der nächst höheren Jahrgangsstufe teilzunehmen, soweit es die Anzahl der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer dieser höheren Klasse erlaubt. Den Schülerinnen und Schülern, die am Drehtürmodell teilnehmen, soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Projekte in ihren Klassen/Lerngruppen vorzustellen, damit diese eine entsprechende Würdigung erfahren. In jedem Falle werden die Projekte der gesamten Schulgemeinde als Ausstellungsobjekt beim öffentlichen Schulfest unter dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“ zugänglich gemacht.


Projekt Methodenlernen

IIm Rahmen eines Projekttages „Methodenlernen“ wird mit den Klassen einer jeden Jahrgangsstufe das Thema „Lernen lernen“ erarbeitet. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Lerntechniken & Memotechniken kennen (z.B. Locitechnik). Dieses Projekt ist auf die einzelnen Jahrgangsstufen abgestimmt.

Am Ende dieses Projekttages können die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe eines Lerntypentests ihren eigenen Lerntyp erfahren.


Hausaufgabenbetreuung

Schülerinnen und Schüler können an der von Lehrkräften und Oberstufenschülerinnen und -schülern durchgeführten Hausaufgabenbetreuung in unserer Schule teilnehmen.


„Das Beste kommt zum Schluss“

Um den Arbeitsergebnissen und den durchlaufenden Prozessen zur individuellen Fördermaßnahmen der Schülerinnen und Schüler einen angemessenen würdigenden Rahmen geben zu können, findet zum Ende des Schuljahres ein öffentliches Schulfest unter dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“ statt.



Ulrich Blank, Sonja Alsleben und Maik Schmiedeler
Koordination Individuelle Förderung